Die Grundaussage des christlichen Glaubens besteht darin,
dass wir von Gott geliebt sind, bedingungslos, ohne jede Einschränkung.
Die Botschaft Jesu Christi hat genau diesen Inhalt. Er ermutigt die Menschen,
der Liebe Gottes zu vertrauen und aus diesem Vertrauen die Angst zu überwinden,
die uns immer wieder verleitet, unmenschlich statt menschlich zu handeln.
Im Lukasevangelium hat Jesus diese Bereitschaft Gottes zur Vergebung in wunderschönen Gleichnissen zum Ausdruck gebracht,
die zur Weltliteratur geworden sind (das Gleichnis vom verlorenen Schaf Lk 15,1-10 und vom verlorenen Sohn LK 15,11-32).
Und Jesus sagt: Im Himmel ist über einen einzigen Sünder, der umkehrt, mehr Freude als über 99 Gerechte. (vgl. Lk 15,10)
„Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch!
Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte,
hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!
Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.“ (Joh. 22f)

Aufgabe der Kirche ist es: „Den Menschen die immerwährende Liebe Gottes zuzusagen.“
In der Zusage der Vergebung wird zum Ausdruck gebracht,
dass uns die Möglichkeit zum Neuanfang geschenkt ist und wir nicht bei unseren Grenzen stehen bleiben müssen.

Der Priester ist zur absoluten Verschwiegenheit verpflichtet über alles, was er bei der Beichte erfährt.

Eine besondere Form der Sündenvergebung ist die Ohren-beichte (Beichtgespräch).
Eine Pflicht zur Beichte kennen wir jedoch nicht. Beichten heißt,
sich der Liebe Gottes bewusst werden.
Im Sakrament der Versöhnung wird diese allgemeine Glaubenswirklichkeit auf den einzelnen sichtbar gemacht
und ihm ganz persönlich zugesprochen.

Joomla templates by a4joomla