Der tragende Grund der Kranken-ölung ist das Verheißungswort der Sündenvergebung,
sofern diese auch die Heilung des Leibes umfasst.
Dieses Verheißungswort ist uns gegeben an all den Stellen des Neuen Testamentes,
wo eine wunderbar erfolgte körperliche Heilung auf das Wort Christi zurückgeführt wird (z.B. Mt. 9,2).

Die Einsetzung erfolgt durch den Apostel Jakobus mit den Worten:
"Wenn jemand von euch krank ist, soll er die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen,
damit sie für ihn beten, ihn im Namen des Herrn segnen und ihn mit Öl salben.
Wenn sie im festen Vertrauen beten, wird Gott den Kranken heilen.
Er wird ihn aufrichten und ihm vergeben, wenn er gesündigt hat" (vgl. Jak 5,14 f).

Das äußere Zeichen ist das vom Bischof geweihte Öl.
Spender ist der Priester, der die Salbung mit den Worten begleitet:
"Durch diese heilige Salbung und seine huldvolle Barmherzigkeit verzeihe dir der Herr deine Sünden".

Das mit der sakramentalen Handlung verbundene Heilsgeschehen besteht
in der Vergebung der Sünden und in der leiblichen Genesung, wenn diese in Gottes Willen liegt.

Ihre Wirkung ist die Stärkung des Glaubens des Kranken und in letzter Sicht die Versiegelung auf die leibliche Auferstehung.
Sie ist nicht nur sterbenden, sondern Schwerkranken überhaupt zu spenden, sofern sie dieselbe wünschen.
 

In der Ostkirche steht die Krankenölung in hohem Ansehen und gilt dort hauptsächlich als Sakrament der leiblichen Heilung.
Heilsnotwendig ist sie nicht.

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