Unser Gottesdienst (allgemeines)

Unser Gottesdienst steht in der katholischen Tradition. Wir nennen den Sonntagsgottesdienst das "Heilige Amt der Gemeinde". Das Heilige Amt kann mit einer gemeinsamen Bußfeier beginnen. Das ist unsere Form der Beichte, die auch in der Alten Kirche üblich war.Wir empfangen die Abendmahlsgaben in beiderlei Gestalt - d.h. in Brot und Wein - wie Jesus es den Apostel aufgetragen hat. In unseren Gemeinden gibt es eine bunte Vielfalt an unterschiedlichen Gottesdienstformen und -traditionen. Diese Vielfalt ist wichtig und bereichernd.

 

Das Heilige Amt der Gemeinde

Gott liebt uns, er will uns Menschen nahe sein. Das hat sich in der ganzen Heilsgeschichte erwiesen.

Im Hebräerbrief heißt es: "Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welt gemacht hat." (Hebr 1,1-2)

In Jesus teilt Gott unser Menschsein, die Freude, aber auch das Leid, sogar den Tod. Jesus Christus hat im täglichen Leben gezeigt, wie das Reich Gottes sein könnte: Er hat Hunger gestillt, er hat die Krankheiten des Leibes und der Seele geheilt, er hat neue Hoffnung auf Leben gegeben. Er ist lebendig, wo Menschen in seinem Namen zusammenkommen und sich auf ihn verlassen.

Jeder Gottesdienst der Kirche ist die Feier der Hoffnung, die Jesus uns gegeben hat. Wir haben die Aufgabe, auf die Menschenfreundlichkeit Gottes Antwort zu geben.

Die Sakramente wollen uns dazu helfen.

In der Apostelgeschichte lesen wir: "Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden." (Apg 2,46-47)

Vielfältig sind die Namen und die Bezeichnungen, die diese Feier im Laufe der Kirchengeschichte erhalten hat, sei es nun "Messe" (römisch-katholisch), "Kommunion" (anglikanisch), "Abendmahl" (evangelisch), "Göttliche Liturgie" (orthodox) oder "Heiliges Amt der Gemeinde" (altkatholisch).

Alle diese Namen bezeichnen das Tun der Gemeinde, die den Auftrag Jesu erfüllt ("Tut dies zu meinem Gedächtnis", Lk. 22,19), indem sie zusammenkommt, Gott lobt, ihre Bitten vor ihn trägt und Gemeinschaft mit Jesus Christus erfährt in den einfachen Gestalten von Brot und Wein.

Gottesdienst ist der Ausdruck der Gemeinschaft, die zwischen Gott und seinem Volk besteht. Hier handelt die Kirche gemeinsam, indem alle ihre jeweilige Aufgabe erfüllen.

Dazu lesen wir im ersten Korintherbrief: "Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen. In einem jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller." (1.Kor 12,4-7)

Im gemeinsamen Beten und Singen, im Vortragen der Schriftlesungen und liturgischer Gesänge (LektorIn und KantorIn), beim Altardienst als AltarhelferIn, DiakonIn, PriesterIn oder Bischof.

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